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Das anteriore (vordere) Zungenband ist von aussen gut sichtbar. Die Zunge ist herzförmig oder eingekerbt. Ein solches Zungenband schränkt die Zungenfunktion mechanisch eindeutig ein. Solche Zungenbänder wurde seit jeher in der Literaur beschrieben und mit einer Häufigkeit von 4-11% angegeben.
Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass bei 90% der Menschen anatomisch gesehen ein Zungenband zu sehen oder zu tasten ist! Dies wird in der Literatur so beschrieben und kann von Dr. med. Dübendorfer bestätigt werden. Als sie 2019 begonnen hatte, Zungenbänder im hinteren Anteil zu schneiden, hatte sie jedes Neugeborene, das zu ihr in die 1 - Monatskontrolle kam, genauestens auf alle Formen und Arten der Zungenbänder hin untersucht.
Somit gilt im Umkehrschluss, dass bei 90% der Säuglinge entweder ein anteriores Zungenband zu sehen ist oder eine Bandstruktur im hinteren Anteil (posterior) unterhalb der Zunge zu sehen oder zu fühlen ist. Manchmal ist es eine sehr dicke, feste, breite Struktur, manchmal eher ein zäher Draht, der sich unter der Schleimhaut verbirgt. Die Frage ist: Welche dieser Strukturen schränken die Funktion der Zunge ein? Problematisch ist, dass die Fachwelt bei Säuglingen noch keine eindeutige Antwort dazu geben kann. Bisher wurde noch keiner der existierenden Funktionstests an einer Normalpopulation evaluiert. Die Diagnosestellung und Therapieindikation hängt somit hauptsächlich vom Erfahrungswert des behandelden Therapeuten ab.
Dr. med. Sandra Dübendorfer-Mäder
Dr. med. Marion Buchwald
Dipl. Arzt Titus Mäder
Ärzte am Pflanzberg
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